Mittwoch, Januar 23, 2008

Dieter Knüttel hängt Overall und Helm endgültig an den Nagel

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Dieter Knüttel hat seinen Commodore GS 3000, der früher ausschließlich bei Langstreckenrennen eingesetzt und in den beiden zurückliegenden Jahren grundlegend überarbeitet worden war, in Sammlerhände abgegeben. Nach 39 Jahren endet das motorsportliche Engagement des Odenwälders nunmehr endgültig.
Foto: Karlheinz Franz



Nach 39 Jahren im Motorsport hängt Dieter Knüttel Fahreroverall und Helm endgültig an den Nagel. Der ehemalige deutsche Automobil-Berg-Meister war zuletzt just for fun mit einem Commodore GS 3000 sporadisch auf den deutschen Bergrennstrecken unterwegs – als eingeschriebener Fahrer im Classic-Berg-Cup. Aus Zeitgründen hat der Rimbacher den authentischen Nachbau eines Steinmetz-Commodore an einen Großindustriellen in Bayern verkauft, der bereits einige Schätzchen in seinem Eigentum hat.

„Ich bin 2008 wegen der vielen Großveranstaltungen auf der Rundstrecke engagiert. An 23 Wochenenden sind die Trucks des Renndienstes von Knüttel (Avon und Michelin) bei großen Rennveranstaltungen im Einsatz. Da bleibt kaum mehr Zeit für irgend ein anderes Engagement. Das ist auch der Grund dafür, dass der 55-jährige Diplom-Ingenieur in diesem Jahr lediglich bei zwei Läufen zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft persönlich anwesend sein wird – in Trier und am Hauenstein. „Deswegen mein Entschluss, alles zu verkaufen nach 39 Jahren aktivem Motorsport.“

2005 hatte Dieter Knüttel den Commodore erworben. Einer ersten Verjüngungskur bei Tuner Claus Böhm folgten weitere Behandlungen, bis am Ende alles „neu“ war unter dem dicken Blech des gelb-schwarzen Rundstrecken-Commodore, Baujahr 1970. Knüttel hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass der Einsatz des über 300 PS starken Rennautos ihm ausschließlich Spaß bringen sollte und er keinerlei sonstige Ambitionen hegte. „Ich war gewissermaßen Pausenclown bei den Auftritten im Commodore.“

In der Deutschen Berg-Meisterschaft hatte Dieter Knüttel zuletzt im Millenniumsjahr 2000 für Furore gesorgt, als er im rund 700 PS starken Ford RS 200 E II den Meistertitel eingefahren hatte. Nach weiteren Einsätzen im Jahr 2001 verabschiedete sich der Odenwälder dann von der Motorsportbühne. Um 2006 mit einem früheren Rundstrecken-Klassiker dann urplötzlich wieder am Berg aufzutauchen – im Rahmen von Taxifahrten und einigen CBC-Wertungsläufen.

Auch wenn Dieter Knüttel heuer nicht selbst bei allen Berg-DM-Läufen vor Ort sein kann: „Unser Renndienst wird zu allen DM-Läufen kommen“. Allerdings: Wegen der Absage des Bergrennens Schleizer Dreieck kann Knüttel nur in Trier und am Hauenstein Wagenpässe ausstellen - oder von Montag bis Mittwoch in Rimbach.

Was den Commodore anbelangt, wird dieser mit dem Verkauf wohl für immer von der Motorsportbühne verschwinden. Kaum anzunehmen, dass der rundum erneuerte Bolide noch einmal im Renntempo auf einer Piste zu sehen sein wird. Das ist schade, hatten die Fans doch Optik und Akustik des gelb-schwarzen Tourenwagens mit Dieter Knüttel am Steuer in den beiden zurückliegenden Jahren richtig lieb gewonnen …
©khf

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