Dienstag, Oktober 09, 2007

FA Bergrennen klar für HANS ab 1.1.2008

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Das HANS-System hat sich im Motorsport zusammen mit anderen Sicherheits-Accessoires als Lebensretter Nummer eins etabliert. Auch im Bergrennsport hat das Kopfrückhaltesystem längst seine besondere Schutzwirkung unter Beweis gestellt. Deshalb hat sich der Fachausschuss Bergrennen des DMSB erneut klar für die Einführung des HANS-Systems zum 1. Januar 2008 ausgesprochen.
Foto: Karlheinz Franz






In Ausgabe 42 der MSA vermeldet Autor TB, der DMSB werde der Forderung, die HANS-Einführung am Berg um ein Jahr zu verschieben, nachkommen und damit mit der bereits beschlossenen Vorschreibung der FIA zum 1. Januar 2009 konform gehen. Dies ist nicht korrekt.

Richtig ist vielmehr, dass sich der Fachausschuss Bergrennen des DMSB vor dem Hintergrund der schweren Unfälle in der Saison 2007, zuletzt beim Bergrennen Mickhausen, topaktuell mit der Einführung des Head-And-Neck-Support beschäftigt und klar für die Umsetzung der vor einem Jahr beantragten HANS-Einführung zum 1. Januar 2008 ausgesprochen hat.

In der Hauptverwaltung des DMSB war am 9, Oktober nichts bekannt, dass der DMSB die vom Exekutivkomitee im November 2006 getroffene Entscheidung zurücknehmen werde. Vielmehr wird das Gremium die Empfehlung des Fachausschusses Bergrennen zur Kenntnis nehmen, die eine Einführung des HANS-Systems zum 1. Januar 2008 aus Sicherheitsgründen und somit zum Schutz von Leib und Leben der Bergrennfahrer beinhaltet.

Unvollständig dargestellt sind in dem Artikel außerdem die von der Einführung betroffenen Fahrzeuggruppen. Außer für E1 und E1 Bergrennen, Formelfahrzeuge und offene Sportwagen, die bereits seit dem 1.1.2007 mit einem von der FIA zugelassenen Kopfrückhaltesystem, bestehend aus einem speziellen Helm, Carbon-Kragen und Befestigungsriemen, fahren müssen, ist die HANS-Einführung ab dem 1.1.2008 vorgesehen für die Gruppen A, DA, N, DN, H, FS und GTN, aber auch für geschlossene Sportwagen sowie die Gruppen CTC (Classic Touring Cars) und CGT (Classic Grand Tourisme).

Reinhold Hofmann, Vorsitzender des Fachausschusses Bergrennen des DMSB: „Ich bin von Anfang an ein bekennender Befürworter des HANS-Systems. Die Unfälle gerade von Herbert Stenger, Rüdiger Julius-Bernhart, Hans-Jürgen Glaser, Rainer Krug, Robert Alt und Peter Naumann zeigen klar den Weg auf, wohin es in punkto Sicherheit gehen muss. Die Bedenken von Fahrern und Veranstaltern hat der Fachausschuss Bergrennen zur Kenntnis genommen, der diese bespricht und anschließend eine Empfehlung an den DMSB aussprechen wird. Andere Informationen bezüglich des HANS-Systems habe ich nie gegeben.“

Der Fachausschuss zeigt sich enttäuscht, dass die Einführung des HANS-Systems per 1.1.2008 weiter torpediert wird: „Wenn es darum geht, eine neue Evo-Stufe für den Motor, ein sequentielles Getriebe oder andere Bauteile zur Erhöhung von Leistung und Geschwindigkeit zu realisieren, ist den Fahrern kein Betrag zu hoch. Wenn es aber darum geht, Leben und Gesundheit mit einem vergleichsweise geringen Einsatz bestmöglich zu schützen, fehlt dafür bei vielen Aktiven die Akzeptanz.“

Übrigens: Zu der von Veranstaltern geforderten Angleichung der DMSB-Regelung an die von der FIA vorgegebenen Termine ist im DMSB-Vorstart 3/2006, Seite 39, folgende Veröffentlichung zu finden: „Für alle FIA-Meisterschaften, -Trophäen, -Cups und -Challenges wird das Tragen eines FIA-konformen HANS-Systems ab dem 1. Januar 2008 verpflichtend vorgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2009 gilt dies dann auch für alle im Internationalen Sportkalender der FIA eingetragenen Veranstaltungen.“
©khf

Siehe auch den Artikel “HANS Soll Rennfahrer besser schützen” http://www.mainfranken.de/franz/index.php/franz/detail/hans_soll_rennfahrer_besser_schtzen/

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