Mittwoch, Dezember 12, 2007

HANS kommt nicht zu 99,9, sondern zu 100 Prozent

Auch wenn immer und immer wieder versucht wird, die Notwendigkeit des Kopfrückhaltesystems mit der englischen Bezeichnung „head an neck support“ madig zu machen, sie zu zerreden oder zu zerschreiben: HANS wird am 1. Januar 2008 im deutschen Automobil-Bergrennsport zur Pflicht, nachdem es bereits seit Anfang 2007 bei allen FIA-Prädikatsveranstaltungen verpflichtend vorgeschrieben ist.


Und dies ist nicht zu 99,9, sondern zu 100 Prozent Tatsache. Allerdings nicht erst seit dem heutigen Tage, sondern bereits seit November 2006. Denn vor mehr als einem Jahr hatte das Präsidium des DMSB entschieden, HANS ab dem 1. 1. 2008 auch im deutschen Automobil-Bergrennsport vorzuschreiben. Ausgenommen sind momentan noch die Fahrer der Gruppe G und Besitzer von FIA-Anhang-K-Fahrzeugen.

Mehrfach hat der DMSB in der Vergangenheit die Vorschrift des Tragens eines Kopfrückhaltesystems, bestehend aus Karbonkragen, speziellem Helm und Riemen, zum 1. 1. 2008 in seinem Organ „Vorstart“ publiziert – zuletzt mit einer unmissverständlichen Erinnerung in der Ausgabe 11/12-2007. Derweil war aber schon wieder – und sogar in der „Motorsport aktuell“ – die Terminfestsetzung auf unseriöse Weise in Zweifel gezogen worden. Eine Berichtigung hat es bis heute eigenartiger Weise nicht in der MSa gegeben und lässt auch sonst auf sich warten.

Wie notwendig HANS auch – oder gerade – am Berg ist, belegen die zahlreichen Unfälle während der Saison 2007. Infolge dessen hat zumindest beim einen oder anderen Akteur inzwischen ein Umdenken eingesetzt – wohl auch aufgrund der zweifelsfreien Rückmeldungen derjenigen, die nach ihren unfreiwilligen Ausritten noch lange Zeit an den Folgen ihrer Schleudertraumen laborierten oder gar dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen davon getragen haben.

Unverständlich ist überdies das Jammern und Klagen, in der Vergangenheit habe keine Möglichkeit bestanden, sich mit HANS anzufreunden. Stimmt nicht! Zahlreiche Fahrer hatten sich bereit erklärt, das Kopfrückhaltesystem bei den jeweiligen Rennen zu erklären und sogar Trageproben zu ermöglichen. Gebrauch gemacht worden ist davon allerdings nicht oder so gut wie nicht.
©khf

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