Donnerstag, Februar 14, 2008

Tipps für den Einbau der Gurtbefestigungsstrebe

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Die korrekte Befestigung – und damit die Schutzwirkung – der Kopfrückhaltevorrichtung ((HANS) ist maßgeblich von der Anbringung der Sicherheitsgurte abhängig. Um dies zu forcieren, hat der DMSB für Fahrzeuge der von ihm ausgeschriebenen Gruppen jetzt die Möglichkeit des individuellen Einbaus einer Gurtbefestigungsstrebe in vorhandene Überrollvorrichtungen geschaffen.
Zeichnung: DMSB



Der DMSB hat im Vorstart 1-2/2008 zahlreiche Informationen zum Thema Technik Automobil und Reglement Automobil veröffentlich. Eine im Zusammenhang mit der im Zusammenhang mit der seit dem 1. Januar erfolgten Tragevorschrift für die Kopfrückhaltevorrichtung HANS stehende Neuerung bezieht sich auf das Anbringen einer separaten Gurtbefestigungsstrebe in Fahrzeugen der DMSB-Gruppen.

Damit besteht die Möglichkeit, die Wettbewerbesfahrzeuge ganz individuell auf den Einsatz von HANS vorzubereiten. Nachdem zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur die wenigsten Aktiven über den Vorstart verfügen, hat die SMS-Redaktion bei der Technik-Abteilung des DMSB zusätzlich zu dem im Vorstart veröffentlichten Text die technischen Zeichnungen besorgt. Text und Zeichnungen stehen am Seitenende zum Downloaden zur Verfügung, ebenso die FIA-Anleitung für den Gebrauch des HANS-Systems.

Hier der Original-Wortlaut der Veröffentlichung: Alternativ zu der in Art. 253-8.3.2.2.5 bzw. Art. 253-6.2 (Anhang J) definierten Querstrebe gilt in sämtlichen DMSB-Gruppen folgende Regelung für Gurtstreben:

Eine von der Überrollvorrichtung unabhängige, mittig abgestützte Gurtstrebe aus nahtlosen, kalt verformten, unlegierten Kohlenstoffstahl mit den Mindestabmessungen 38 x 2,5 mm oder 40 x 2,0 mm und einer Mindestzugfestigkeit von 350 N/mm² (analog Art. 253-8.3.3) darf hinter dem Hauptbügel (B-Säule - bezogen auf die Fahrtrichtung) - an der Karosserie/dem Fahrgestell unter Einhaltung dieser Bestimmungen angebracht werden.

Die Gurtstrebe muss gemäß Zeichnung 253-26 oder 253-27 (Anhang J) mit einem mittig angeschweißten Rohr gleicher Materialspezifikation schräg nach unten zum Fahrzeugboden abgestützt werden.

An den Enden der Gurt- und Stützstrebe muss jeweils eine angeschweißte Verstärkungsplatte aus Stahl mit den Mindestabmessungen 100 x 100 x 2 mm (L x B x H) vorhanden sein, welche entweder mit der Karosserie/dem Fahrgestell verschweißt oder mittels mindestens 4 Schrauben M8 (Festigkeitsklasse 8.8 oder 10.9) mit dieser/diesem verschraubt werden muss.

Die Höhe der Gurtstrebe muss so gewählt werden, dass der nach hinten gerichtete Winkel der angelegten Schultergurte zwischen dem obersten Punkt der Schultergurte und der hinteren Gurtbefestigung, bezogen zur horizontalen Referenzebene, zwischen 10° und 45° nach unten beträgt, wobei ein Winkel zwischen 10 und 20° empfohlen ist (Gurtführung muss geradlinig ohne weitere Umlenkung zum Befestigungspunkt ausgeführt sein).

Die Referenzebene wird durch eine Horizontale, welche durch den obersten Punkt des angelegten Schultergurts verläuft, gebildet, siehe Zeichnung 253-61 im Anhang J.

Die Gurte können mittels Schlaufen oder Schrauben an der Gurtstrebe befestigt sein, jedoch muss bei einer Verschraubung ein Einsatz (Hülse), verschweißt, für jeden Befestigungspunkt vorhanden sein (siehe Zeichnung 253-67 im Anhang J für die Maße).

Diese Einsätze (Hülsen) müssen sich in der Querstrebe befinden und die Gurte müssen an dieser mittels M12-Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 bzw. mit Schrauben der Spezifikation 7/16 UNF befestigt sein.

Anmerkung: Diese Gurtstrebe ist unabhängig von der Überrollvorrichtung (Alternative zur Querstrebe gemäß Art. 253-6.2 und Zeichnungen 26 + 27). Die Abstützung muss aber analog der Zeichnungen 26 bzw. 27 erfolgen.
(C)khf/DMSB

Hier die Dokumente zum Downloaden
Gurtbefestigungsstrebe.pdf
Zeichnungen-Gurtstrebe.pdf
Guide_HANS_2007.pdf

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